3D in Regensburg

3D Modelle, Architekturvisualisierungen, Konstruktionen in 2D/3D, Animationen

framefusion On Mai - 18 - 2010

Sog. Neue Waag, Vierflügelanlage,

Turm und Nordtrakt um 1300, sonst spätgotisch mit Hofarkaden der Renaissance, um 1573, 1782 Einrichtung der Reichsstädtischen Bibliothek.

Besondere historische Bedeutung:
1541 fand hier das berühmte Religionsgespräch zwischen dem Theologieprofessor Johannes Eck und dem Reformator Philipp Melanchthon statt,
um eine Einigung von Katholiken und Protestanten zu erzielen.

Die ehem. “Neue Waag” bildet den östlichen Abschluss des trapezförmigen Haidplatzes in gesamter Breite. Der nordwestlich liegende Turm akzentuiert die Einmündung in die Neue-Waag-Gasse. Das Gebäude beherbergte ab 1441 die städtische Waage, die sich vorher in der St.-Albans-Gasse befand. Später wurde hier die sog. Herrentrinkstube, das patrizische Gesellschaftshaus, eingerichtet. Größe und zentrale Lage bedingten eine intensive, größtenteils öffentliche Nutzung des Gebäudes, die mit repräsentativen Aus- und Umbauten einherging. Die um 1300 erbaute Anlage mit Patrizierturm, nördlichem Wohnflügel und Nebengebäuden wurde 1572-87 baulich umgestaltet, wobei die wohl ehem. in Ständerbauweise errichteten Nebengebäude im Westen und Süden in Stein neu aufgeführt wurden. Dabei entstand auch der Renaissancehof, der ehemals mit Wandmalereien von Melchior Bocksberger versehen war. Im Westflügel ist als interessante Ausstattung im Obergeschoss ein großer Saal mit Bohlenbalkendecke zu erwähnen. Der Nordflügel zur Neuen-Waag-Gasse ist in seiner mittelalterlichen Substanz nur zum Teil erhalten geblieben, ebenso der Turm mit profilierten Biforien, der in seinem Erdgeschoss vermutlich die ehemalige Hauskapelle St. Christophorus, heute ein Laden, birgt. Deutlich ist noch die ehem. Durchfahrt, heute ebenfalls mit Ladennutzung belegt, zu erkennen. Darüber erstreckt sich in voller Fassadenbreite bis in den Turm die klassizistische ehem. Reichsstädtische Bibliothek mit zwei Räumen, die sich von 1783-1875 hier befand. Die 1782 erfolgte Einrichtung der hohen Räume mit Holzgalerie brachte den Ausbruch des Zwischengeschosses mit sich, was heute an den Ochsenaugen im zweiten Obergeschoss deutlich wird. Der Hauptraum der ehem. Bibliothek, der sog. Napoleonsaal, ist nahezu quadratisch. Seine flache Holzdecke wird von einer Mittelstütze getragen. Die Raumproportionen und der polygonale Sockel der Steinstütze deuten auf einen gotischen Vorgängerraum nach Art des Runtingersaales (s. Keplerstraße 1) hin. Die dreiseitig umlaufenden, in drei Geschossen eingestellten Holzgalerien weisen gleichförmig durchbrochene Brüstungen in Formen des Empire auf, die in ihrer filigranen Wirkung an seriellen Eisenguss erinnern. Bauakten ab 1904 Gesamtsanierung 1959/60   (Quelle: Stadt Regensburg Datenbank der Objekte der Weltkulturerbe Regensburg)

Categories: Allgemein

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